Formate#

inkasso.live unterstützt verschiedene Formate für Import und Export. Dazu gehören die fachlichen Formate unserer Mandanten (allen voran die der FSG / IADB) sowie die generischen Container, mit denen Sie dieselben Daten auch als JSON, YAML, XML oder Excel austauschen können.

Toleranz beim Import#

Der Import ist bewusst tolerant: Gültige Zeilen werden übernommen, fehlerhafte Zeilen einzeln mit Zeilennummer und Grund gemeldet (in der PWA als „Ungültig" sichtbar und korrigierbar). Im Detail bedeutet das:

  • Datum: Maßgeblich ist die deutsche Form TT.MM.JJJJ (z. B. 01.09.2025). Zusätzlich wird das ISO-Datum (2025-09-01) akzeptiert; intern wird ein Zeitstempel gespeichert.
  • Trennzeichen: Für CSV ist das Semikolon der Standard. Andere Trennzeichen (Komma, Tabulator) werden beim Import erkannt.
  • Beträge: mit Komma als Dezimaltrenner und ohne Währungszeichen (z. B. 1206,55).
  • Boolesche Felder: Standard ist J/N (J = ja). Bei den Leistungen gilt aktive Abwahl: J = Leistung abgewählt, N oder leer = Leistung gewählt.
  • Feldname-Aliase: Wird eine Spalte nicht exakt gefunden, sucht der Import nach gebräuchlichen Aliasen oder geläufigen Schreibvarianten (z. B. BLZ statt Bankleitzahl, PLZ statt Postleitzahl).

Verlassen Sie sich nicht auf diese Toleranz. Liefern Sie die Formate am besten exakt so, wie sie auf den Folgeseiten beschrieben sind — dann sind die Importe reproduzierbar und Fehlerquellen minimal.

Mit --strict bricht der Import bei der ersten fehlerhaften Zeile komplett ab, statt fehlerhafte Zeilen einzeln zu melden. Den früheren Schalter --ignore gibt es nur noch als wirkungsloses No-op; er kann weggelassen werden.

Feldnamen mit Sonderzeichen#

Feldnamen Einige bestehende Formate verwenden in den CSV-Dateien Spaltennamen, die mit einer Ziffer beginnen (z. B. 3ADP). In anderen Containern (JSON, YAML, XML) ist das nicht erlaubt. Stellen Sie dem Feldnamen dort ein _ voran (_3ADP) bzw. verwenden Sie die auf der jeweiligen Formatseite dokumentierte Schreibweise. Der übrige Datensatz bleibt identisch — Sie können also statt CSV ebenso JSON, YAML, XML oder Excel verwenden. Zusätzlich enthalten einige Feldnamen der bestehenden CSV-Spezifikationen Umlaute (z. B. RZV101_Ratenhöhe). In JSON oder YAML ist das unüblich; dort verwenden wir die internationale Schreibweise (z. B. rzv101_Ratenhoehe).

CSV#

Das nativ unterstützte CSV-Format folgt der internationalen Norm RFC 4180. Maßgeblich ist eine horizontale Anordnung: Die Spaltennamen stehen in der Kopfzeile, die Datensätze darunter.

Deutsches Excel Das deutsche Excel verhält sich bei CSV-Dateien anders als Versionen aus anderen Ländern:

  • Das Trennzeichen ist standardmäßig ein Semikolon, nicht das sonst übliche Komma.
  • Damit Umlaute korrekt dargestellt werden, sollte die CSV-Datei eine UTF-8-BOM enthalten. Sie signalisiert der Anwendung, dass Sonderzeichen wie Umlaute unterstützt werden.

XLSX (Excel)#

Statt CSV können Sie die Daten auch direkt als Excel-Datei (XLSX) importieren und exportieren. CSV und XLSX sind gleichwertige Container. Die Excel-Tabelle muss ebenfalls horizontal ausgerichtet sein (Spaltennamen in der Kopfzeile).

In der Vergangenheit wurden in Ausnahmefällen auch vertikal ausgerichtete Excel-Dateien angenommen. Durch die durchgehende Automatisierung in inkasso.live kann ein vertikales Format nicht verarbeitet werden.

Anlegen, Ergänzen und Ersetzen von Datensätzen#

Beim Import wird zunächst geprüft, ob ein Datensatz bereits vorhanden ist:

Datensatz suchen#

  1. Ist eine ID vorhanden, wird diese verwendet (meist eine UUID, RFC 9562, z. B. 2c2330b9-c331-4322-ae29-944238d4ba7a).
  2. Ohne ID wird über das Aktenzeichen / die interne Referenz gesucht (z. B. IADB-4711).
  3. Ohne Referenz wird aus dem Datensatz ein Hash (digitaler Fingerabdruck) gebildet und nach einem identischen Hash gesucht.

Wird der Datensatz gefunden, werden ID, Referenz und Hash verknüpft und gemerkt.

Neue Datensätze anlegen#

Wird kein Datensatz gefunden, wird eine neue ID erzeugt (meist eine UUID; bei Postleitzahlen ist die ID die PLZ selbst, da diese eindeutig ist) und der Datensatz angelegt.

Hauptobjekt ergänzen#

Bestehende Hauptobjekte werden beim Import ergänzt: Gesetzte Felder werden übernommen, weggelassene Felder löschen vorhandene Werte nicht. Um einen Wert zu löschen, setzen Sie ihn ausdrücklich auf leer.

Verbundobjekte ersetzen#

Bestehende Verbundobjekte (z. B. der Debitor zu einem Auftrag) werden beim Import ersetzt: Hier führt das Weglassen eines Feldes zum Löschen dieses Feldes. So lassen sich Felder gezielt vollständig entfernen.

Wo betrifft Sie das? Wenn Sie eine Statusrückmeldung schicken und nur ein einzelnes Feld eines Dienstleistungsergebnisses eintragen, werden die übrigen Ergebnisfelder gelöscht. Importieren Sie Ergebnisse daher stets als vollständigen Datensatz.

Wertebereiche#

Achten Sie auf die in der Spezifikation vorgegebenen Wertebereiche. Beim Feld monatlich zum ist z. B. 01. kein gültiger Wert — verlangt wird eine Zahl von 1 bis 31. livectl prüft solche formalen Probleme bereits vor dem Versand an den Server und meldet sie Ihnen.